Inbetriebnahmemessungen

Voraussetzung für eine erfolgreiche Inbetriebnahmemessung ist die korrekte Abstimmung der Einzelkomponenten unter Freifeldbedingungen. Eine Erstellung oder Korrektur von Controllersetups im installierten Zustand ist praktisch nicht möglich.

Der Einmessvorgang beginnt grundsätzlich mit einem Funktionstest aller Komponenten (Ausrichtung, Curving, Amp-Gains, Limiter, Routing, Polarität, Havariesysteme). Hier lauern die meisten Fehlerquellen, die vor Beginn der eigentlichen Messungen ausgeschlossen werden müssen.

Pro Lautsprecher oder Array werden an 20-50 Messpunkte im Hauptabstrahlbereich die Frequenzgänge aufgezeichnet, bei ausgedehnten Veranstaltungsräumen über eine Funkstrecke. Diese Messungen beinhalten sämtliche Reflexionen im Raum und ergeben nach energetischer Mittelung einen repräsentativen Verlauf. Aus dieser Kurve werden nun die EQ-Einstellungen für den entsprechenden Lautspecher abgeleitet, auch Hauskurve genannt.

Anschließend werdendie Pegel aller Einzelsysteme oder Cluster aufeinander abgestimmt.

Schließlich werden nach Laufzeitmessungen an geeigneten Positionen die Delays der Einzelsysteme derart eingestellt, dass der Richtungsbezug zum Hauptsystem (Bühne) gewährleitet ist.

Abschließend erfolgt eine Hörprobe, um die durchgeführten Einstellungen zu überprüfen.

eq-einstellungen-1.png eq-einstellungen-2.png eq-einstellungen-3.png delayabgleich.png

Ergänzend können weitere Messungen erforderlich sein:

  • Messung der Schleifenverstärkung mit Einstellung der Filter zur Feedback-Unterdrückung
  • STI-Messung, Signalpegelmessung, Störpegelmessung

Ansprechpartner:

Anselm Goertz

Alfred Schmitz